Die Mischung macht's
Levapren® ist durch seinen variablen VA-Gehalt schon auf Grund seines molekularen Aufbaus ein äußerst vielseitiger Werkstoff. Aber dieser Kautschuk von LANXESS kann auch anderen Polymeren zu deutlich verbesserten Eigenschaften verhelfen.
In Blends mit thermoplastischen Polyurethanen sorgen bereits wenige Prozent Levapren® für einen angenehm gummiähnlichen Griff und eine begehrte matte Oberfläche. Ein anderes Beispiel sind Blends aus Polyvinylchlorid (PVC) und Nitrilkautschuk (NBR), die sich in vielen Industriebereichen bewährt haben, durch ihren hohen Chlorgehalt aber mancherorts in die Diskussion geraten sind. Hier kann Levapren® die Stelle des PVCs einnehmen. Blends aus NBR und Levapren® sind halogenfrei, warten mit ebenbürtigen Materialeigenschaften auf wie das "traditionelle" Vorbild - und lassen sich ohne Gelierschritt compoundieren.
Ein neues Anwendungsfeld sind Blends mit Polyolefinen: Sehr hoch gefüllte Mischungen erhalten ihre Festigkeit durch den Thermoplasten und die gewünschte Flexibilität durch Levapren®. Dies ist gleichzeitig auch der entscheidende Rohstoff, um im Zusammenwirken mit speziellen Füllstoffen eine ausgezeichnete Flamm- hemmung zu erzielen. Diese Blends können thermoplastisch z.B. in der Extrusion verarbeitet werden und bedienen den stark wachsenden Markt der halogenfreien, raucharmen Kabel in Haushaltsgeräten und Computern.
Ein ähnliches Konzept wird in Schäumen für den Sport- Schuh- und Verpackungsbereich verwendet: dort erzeugt Levapren® die nötige Weichheit, den "rubber-touch" und macht den Schaum zugleich klebefreundlicher. So lässt sich der Einsatz von Primern mit Polyurethan-basierenden Klebstoffsystemen verringern.
