Viele Köche, viele Gänge - aber nur eine Spezialität
EVAc, EVA, E/VA, E/VAC, EVM - Ethylen-Vinylacetat-Copolymere haben viele Namen. Bei der Vielfalt dieser Bezeichnungen den Überblick zu behalten ist aber nicht schwer. Denn alle Kürzel bezeichnen eigentlich dasselbe.
Trotzdem haben sich hier feine Unterschiede eingebürgert. So sind die Kürzel EVAc und das nur vorübergehend verwendete E/VA heute nicht mehr üblich. Dennoch werden sie nach wie vor verwendet. Thermoplastische Varianten des Werkstoffs sind nach ISO 1043-1:1987 als E/VAC zu bezeichnen. Die Bezeichnung EVM wurde von Mitarbeitern der heutigen LANXESS in Anlehnung an die weit verbreitete Kautschuk-Nomenklatur nach ISO 1629: 1995 (E) eingeführt, um das gesättigte Rückgrat der Ethylen-Vinylacetat-Copolymere bereits im Namen anzudeuten - Ethylen-Vinylacetat-Kautschuke mit Methylen-Hauptkette.
Die Bezeichnung, die historisch die größte Verbreitung gefunden hat, ist sicher EVA. Allerdings hat es sich eingebürgert, hinter diesem Kürzel eher die klassischen Ethylen-Vinylacetat-Copolymere mit niedrigem Vinylacetat-Gehalt zu sehen, die den im Mitteldruckverfahren produzierten Levapren® -Typen in vielen Materialeigenschaften deutlich unterlegen sind. Um diese von den "einfachen" EVA-Typen abzugrenzen, wird das Kürzel EVM vielfach synonym für EVA-Typen mit hohem Vinylacetat-Gehalt verwendet.
